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Die GWA-Tour ins Silicon Valley war uns zu teuer. Und zu zeitintensiv. Umso attraktiver dann das Angebot für eine kuratierte GWA-Reise nach Dublin. Hier haben die wesentliche Tecies Ihre europäischen Headquarters: Google, Facebook, Twitter, LinkedIn, HubSpot, AdRoll und Quantcast standen auf dem Programm. In 1,5 Tagen haben wir ein straffes Programm absolviert. Alles bestens organisiert. Die Transfers mit dem Bus perfekt getaktet. Und bei bestem Wetter präsentierte sich Dublin von seiner attraktivsten Seite. Ebenso die besuchten Firmen. Natürlich haben sie ein veritables Interesse, Agenturvertreter aus Deutschland zu empfangen und Ihr Leistungsspektrum darzustellen. Aber es war definitiv mehr als eine perfekte Verkaufsshow.

Die Unternehmen haben sich nicht nur als hervorragende Gastgeber präsentiert, sondern es auch verstanden mit ihren Präsentationen gleichermaßen zu begeistern und zu inspirieren.

LinkedIn hat zum Start erstmal von jedem Besucher (und das waren um die 40) eine aufwendige und individuelle LinkedIn Profilanalyse verteilt, um dann direkt die aktivsten, best vernetztesten etc. mit einem kleinen Award zu ehren. Nicht die ungeschickteste Methode um sich beliebt zu machen. Begrüßt wurden wir dabei vom Europachef, der in seiner vorherigen Station das Google-Office in Dublin aufgebaut hat und der betonte, dass es für LinkedIn entscheidend ist, auch in Deutschland Erfolg zu haben. In zwei weiteren Sessions wurde das Thema Contentmarketing mit LinkedIn und Insightgenerierung sowie die kommenden, geplanten Innovationen von verschieden Mitarbeitern vorgestellt. Auffällig wie gut ausgebildet, wie international, wie selbstsicher und souverän sich die Leute präsentieren. Man merkt, dass man es hier mit sehr attraktiven Arbeitgebern zu tun hat. Das zeigt sich nicht nur in den allgegenwärtigen, gigantischen Buffets mit Obst, Säften, Müsliriegeln etc. sondern auch in der kommunikativen Einrichtung und den obligatorischen Dachterrassen. Technisch natürlich alles bestens ausgestattet. Fast allen gelingt es eine entspannte Atmosphäre zu vermitteln, die sich nicht nach Arbeit anfühlt, sondern nach Machertum und Inspiration. Wie wichtig diesen Firmen Haltung und Kultur ist, zweigt sich nicht zuletzt in den überall zur Schau gestellten “Haltungssprüchen” die von Fail harder bis zu Be open reichen.

Google hat es mal wieder verstanden seine User-zentrierte Philosophie zu vermitteln. Das motiviert einen auch für die Arbeit in der Agentur. Was erwarten eigentlich unsere Kunden von uns? Welche Probleme und Herausforderungen erleben sie in der täglichen Zusammenarbeit mit der Agentur. Mit welchen Angeboten kann man hier als Agentur Antworten geben? Auch interessant: jeder Mitarbeiter kann 20 % seiner Zeit auf Projekten verbringen, die den User oder Google nach vorne bringen. So wurde uns eine Schulprojekt von 2 Mitarbeitern präsentiert. Sie besuchen mit Virtual Reality Brillen Schulkassen und zeigen dort in 3D bzw. 360Grad Gegenden, die eine Schulklasse eher nicht besucht. Den Meeresgrund, den Mond, den Mount Everest.

Twitter ist sehr damit beschäftigt, sein Produkt einfacher, verständlicher und besser zu machen. Sie setzen sehr stark auf Video- und Livevideo-Content und kämpfen darum, nicht an Boden zu verlieren. Dabei werden auch die einstigen Alleinstellungsmerkmale wie z.B. 140 Zeichen-Limitation geopfert.

AdRoll, Quantcast und HubSpot als “Zulieferer” sind sehr stark in Ihren Nischen und zeigen sehr beeindruckende Wachstumsgeschichten. Zumindest die AdBlocker stellen hier eine wesentliche Gefahr dar, die in keinem Wort erwähnt wird.

Alles in allem war es ein großartiger Trip. Leider überwiegend Agenturleute und nur 3 Kunden. Hier kann man nur hoffen, dass sich dieses Verhältnis beim nächsten Mal ausgeglichener darstellt.

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Google Dachterasse

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Auf dem Weg zu LinkedIn.

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Blick von der Facebook-Terasse.

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Ein zunehmender Fachkräftemangel steht dem Bedarf an Nachwuchs in der Wirtschaft – auch der Werbewirtschaft – gegenüber.  Der ZAW informiert, der GWA fördert die bundesweite Studenteninitivative MTP “Marketing zwischen Theorie und Praxis”, um den Agenturen ein Image bei Hochschulabsolventen zu schaffen. Denn eine Umfrage zeigt – Agenturen sind kaum im Relevant Set. Hier wird künftig Werbung in eigener Sache gefragt sein.
Informationen finden Interessierte hier:  ZAW-Info Werbeberufe

 

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Da muss ich doch mal die aktuelle Diskussion zur abgesagten Effi-Gala kurz kommentieren. Erstens würde ich gerne festhalten, dass der Effi (ob mit oder ohne Gala) das Maß der Dinge bleibt. Er ist die herausragende Auszeichnung für effektive Werbung in Deutschland und in dieser Hinsicht die einzige Währung. Zweitens: jeder der mal mit einem Event dieser Größenordnung zu tun hatte kann nachvollziehen, dass der Absprung eines Hauptsponsors fatal ist. Ich bitte dabei auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld zu beachten. Trotz enormer Bemühungen aller Beteiligten, kann das nicht so schnell ausgeglichen werden. Und drittens: ich denke die Mehrzahl der Mitglieder wird zustimmen, dass es richtig ist, nicht auf die Rücklagen zurückzugreifen. Es wird sicherlich eine sehr passende und stilvolle Preisverleihung geben. Aber eben nicht in dem bekannten Rahmen. Ich halte es für richtig, flexibel auf die geänderten Rahmenbedingungen zu reagieren. Und ich bin sicher, dass sich die Situation im kommenden Jahr deutlich besser darstellt. Dafür gibt es bereits heute deutliche Zeichen.

Ein guter Monat ;-) Die zweite Shortlistplatzierung noch mit Chancen auf´s Siegertreppchen – diesmal beim GWA Profi 2011.

Nominiert sind wir mit der Arbeit für unseren Kunden Kramp Groep, dem internationalen Markenlaunch von Europas größtem Landtechnikteile-Portal My Partspartner – www.mypartspartner.de.

Am 8. Juni 2011 wissen wir mehr – dann erfolgt die Preisverleihung im Rahmen des vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA organisierten B-to-B Kongresses  zum Thema  „Zukunft gestalten – Markenführung im digitalen Zeitalter”.

Der GWA Profi wird für herausragende Arbeiten der BtoB-Markenkommunikation vergeben.

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